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Ideenschmiede

Anhand einer Reihe von kognitiven Tests ist es nicht nur möglich die Intelligenz eines Individuums zu messen sondern auch die kollektive Intelligenz einer Gruppe. Diese ergibt Beziehungsweise summiert sich über die Effektivität des gemeinschaftlichen Zusammenwirkens zur Lösung der  explizit aufgetragenen Probleme/ Fragestellungen.

Wir , die Menschheit, kennt die Voraussetzungen damit  kollektive Intelligenz oder auch übersummmative kollektive Intelligenz ins Spiel  gelangen kann 

            Übersummative Intelligenz, Gruppen/Kollektivintelligenz ~~~ Think Tanks ~~~  Sprechkultur in Lösungssystemen   

    Das Lösungssystem besteht aus Leistungsgruppen,  den “Denkfabriken”

 Gestalten wir diese nach aktuellem Wissenstand für höchstmögliche Leistungsfähigkeit, so steht uns wahrhaft alles offen.

Ein Zauberinstrument nennt sich hier Gruppenintelligenz oder Kollektivintelligenz. Sie lässt sich zudem über Art und Weise der Kultur des Sprechens, die Sprechkultur optimieren. Info

Aufbau und funktionieren dieser Gruppen, Think Tanks oder Denkfabriken können verschiedenartig sein. Wollen wir maximale Leistungsfähigkeit so müssen wir unsere Gruppen dahingehend trainieren. Die Erkenntnisse hierzu sind funktionell anwendbar/durchführbar.

Die Eckpfeiler: 

Durch Personen dominierte Gruppen erbringen keine optimalen Resultate. Gruppen mit sensiblem Gefühl und Gespür für Sprechkultur sind überlegen.  Weniger hohe Einzelintelligenzen sondern gesamtemotionale Fähigkeiten der Gruppen im Dialog ergeben Resultate. Dabei kommen Frauen ins Spiel weil ihre emotionale Intelligenz in aller Regel die der Männer übersteigt. Ein Aspekt ist das zu Worte kommen  lassen ( weil beispielsweise leise, unsicher.. ) unkonventioneller Möglichkeiten wie weiterdenken dergleichen.  Diese Arbeitsgruppen sollten 50% oder mehr Frauenanteil aufweisen.

Bei Zusammenkünften zur Einrichtung und Aktivierung der Gruppen lässt sich eine Reihe von Fragen klären welche auch die Gruppen selbst über die Zeit ihres Einsatzes nicht aus dem Auge verlieren sollten. Diese lassen sich  über Sprechkultur klären wie bewahren. Einige wenige hiervon:

a) Welche Faktoren stellen die Arbeitskraft der Gruppen längerfristig sicher? Daraus schließt sich ebenso der Aufbau weiterer Leistungsfähigkeiten (Gruppen).

b) Was ist je nach voranschreiten unserer Zeit sinnvoll sekundär oder primär einzustufen; worauf richten wir jeweils zunächst unser Augenmerk? 

 Hohe Leistungsfähigkeit der Gruppen ist durch stete Wahrung der Grundsätze “Best möglicher Gruppenintelligenz“ garantiert und lässt hierdurch keinen unverhältnismäßigen Eigennutz zu.  

Gruppenarbeit 

Scheitert oder schleift eine sensible Wahrung dieser Grundsätze zur Gruppenintelligenz so wird die Gruppe vor Ziel sich auflösen oder instrumentalisieren lassen. Somit will gesagt werden dass gewisse Entwicklungsstadien in Personen sich noch nicht eignen um in Gruppen sinnvoll zu wirken. Welche dies sein werden wird die Gruppe nach gewisser Zeit spüren und die Person(en) in der Gruppe konkret daraufhin ansprechen. - Dabei essentiell wichtig sind die Grundsätze wie Diskursethik zur Gruppenintelligenz. Sie dürfen nie außer Acht gelassen werden. ( Handzettel, Tafel, Poster oder ähnliches   in / an  den Orten / Räumlichkeiten )

Gruppenerhalt und Zielwahrung bei stark werdenden Gruppen:

Ausschluss störender Tendenzen lässt sich durch Mehrheitsfindung realisieren. Hierüber sollte & muss mit allen Beteiligten Austausch stattfinden damit ein sich gegenseitiges Verstehen ausbilden kann, ansonsten erschaffen wir keine Basisführung.  Eine Firma welche lösungsorientierte Gruppen initiiert hat es einfacher. Hier fand bereits im Vorfeld eine Auswahl geeigneter Personen statt. Wenn es um Basis Demokratie geht muss die Basis diese Aufgabe übernehmen.

Weiter dabei zu beachten: Personen verlassen sich gerne auf andere Personen. Das ist durchaus menschlich. Eine Art ( zu verhindernder) Führungsrolle kann sich in Gruppen auf vielfältige Weise subtil und unterschwellig etablieren. Faktoren hierfür können sein: Anziehendes Aussehen. Charmantes Auftreten. Persönliche Möglichkeiten. Finanzielle Mittel. Bisherige gute Ideen. Bisheriges Engagement.   Diesen Personen wird es auf diese Art möglich andere Personen einfacher auszuschließen weil diese Person(en) andere Personen aus der Gruppe Meinungen aufsetzen / beeinflussen könnten. Man sollte sich in diesem Zusammenhang auch davor wahren außerhalb der Gruppe über Ausschlüsse von Personen zu sprechen. Wir benötigen Meinungsfindung. Und dies zu allen Belangen  Deshalb sollte jede Person der Gruppe zu gleichen Teilen seine Meinung äußern um hierüber den Dialog zu führen: Ein Ausschluss von Personen kann recht bremsende Faktoren erzeugen.  Nach intensiven Diskurs sollte ebenso geklärt sein ob eine Abstimmung noch notwenig sei also die Sache sich über diesen Weg schon geklärt hat..  

Steigt die Zahl der Aufgabenstellungen wird die Existenz mehrerer Gruppen nötig. In großen Gruppen von Nachteil ist, ein der Sensibilität förderliches Aug in Auge sprechen ist in grossen Gruppen schwerlich möglich. Die Notwendigkeit dessen ergibt sich jedoch über die Komplexität des zu lösenden Problems. Deshalb können auch große Gruppen sinnvolles leisten. (+) Je vielfältiger Themen oder Aufgabenstellungen, je spezieller sind Informationen zum Thema selbst nötig. Auch dies wird schnell zu aufwendig für eine einzige Gruppe. Jeder aus div. Gruppen kann anderen Gruppen beiwohnen. Das ermöglichen die Grundregeln > “Bestes System Gruppenintelligenz“. Dies System trägt sich durch sich selbst, ist es in richtiger Weise initiiert.

Diskursethik von  Jürgen Habermas, der bedeutendste lebende Philosoph und Soziologe im deutschen Sprachraum und Matthias Kettner ist zum Thema gehaltvoll. Info hier

Da das System “Best möglicher Gruppenintelligenz“  sich nicht an Personen festmacht können auch fremde subtile menschliche Interventionen das Voranschreiten der Ergebnisse nicht verhindern. Im Laufe dieser Gruppenarbeiten sammeln wir hierbei unablässig Erfahrungswerte über das funktionieren unserer Gruppen. Erfahrungen sammeln,  dokumentieren und einfassen lässt die Gruppen effektiver in allen Beziehungen werden. Das System ist offen und verfeinert sich somit unablässig, es ist nicht statisch sondern damit organisch. 

Die öffentliche Meinung zu diesen Arbeitsgruppen wird natürlich über den Erfolg zu Aufgabenstellungen definiert: Video sollte als Hilfsmittel und simple Dokumentation der Zusammenkünfte möglichst von Beginn an Standart sein und umfangreich allgemein - auch in beschrifteten Sequenzen - verfügbar gemacht werden. Diese Dokumentationen bergen vielfältige Aspekte. Einwände von neu beigetretener Personen(kreise) zu bereits erarbeiteten Themen  können anhand von Nennung mit der beschrifteten Sequenz Anwandlung finden. Neue ( begründete) bisher nicht beachtete Aspekte werden damit jedoch auch zu neuen Erarbeitung des Themas führen.

(+) Damit zu essenziellen komplexen Themen möglichst viele Personen eingebunden werden können ist es möglich mehrere Gruppen am gleichen Problem parallel arbeiten zu lassen.  Die Ergebnisse lassen sich bei jeder Zusammenkunft zur jedem Problem durch eigens zu dieser Sache ausgesuchten Sprecher der Gruppe in einer weiteren Gruppe der Gruppensprecher erörtern.  Auch lassen sich  im Vorfeld dessen die Informationen welche den Gruppen zur Grundlage ihrer Entscheidungen dienen über diesen Weg verifizieren.

Gruppenintelligenz

Frauen machen Teams leistungsfähiger

In einer Gruppe kann die kollektive Intelligenz mehr sein als die Summe ihrer Teile: Je einfühlsamer die Mitglieder eines Teams sind, desto höher ist die Intelligenz der gesamten Gruppe - und damit auch ihre Arbeitsleistung. Das haben US-Forscher in einer groß angelegten Studie herausgefunden, in der verschiedene Gruppen von Probanden eine Reihe von Aufgaben bewältigen mussten. Als entscheidender Faktor für die Effektivität einer Gruppe machten die Wissenschaftler die „soziale Sensibilität“ der einzelnen Gruppenmitglieder aus, also die Fähigkeit, die Gefühle der anderen wahrzunehmen. Zukünftig könnte diese Entdeckung in vielen Bereichen der Wirtschaft und Forschung zum Einsatz kommen, etwa um optimale Teams zusammenzustellen oder allgemein bessere Arbeitsergebnisse zu erzielen.

Über eine Reihe von kognitiven Tests ist es nicht nur möglich, die Intelligenz eines Individuums zu messen, sondern auch die kollektive Intelligenz einer Gruppe. Das heißt konkret: Wie effektiv kann eine Gruppe ein gemeinsames Problem in Zusammenarbeit lösen. Diese Gruppenintelligenz leitet sich aus zwei verschiedenen Faktoren ab: Sie ist sowohl von der durchschnittlichen Intelligenz der einzelnen Gruppenmitglieder als auch von der Interaktion der Individuen miteinander abhängig, wie Anita Williams Woolley und ihre Kollegen von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh nun feststellten. Die Wissenschaftler teilten insgesamt 699 Versuchsteilnehmer in kleinere Gruppen von zwei bis fünf Personen auf und stellten ihnen diverse Aufgaben. Das Spektrum der Tests reichte über das Lösen von Puzzeln, dem Verhandeln über begrenzte Ressourcen bis zum Treffen einer schweren moralischen Entscheidung.

Dabei stellte sich heraus, dass Gruppen mit einer großen Sensibilität der Mitglieder füreinander eine höhere Gruppenintelligenz aufwiesen als andere Gruppen. Eine solche soziale Sensibilität entstehe aus der Fähigkeit der einzelnen Individuen, die Gefühle der anderen Gruppenmitglieder wahrzunehmen und richtig einzuordnen, erläutern die Forscher. Diese Fähigkeit sei weitaus wichtiger für die erfolgreiche Lösung von Problemstellungen als die durchschnittliche Intelligenz der einzelnen Teilnehmer. Zudem war die kollektive Intelligenz in denjenigen Gruppen höher, in denen die Mitglieder alle gleich häufig zu Wort kamen. Gruppen, die von einer Person dominiert wurden, taten sich weitaus schwerer bei der Problemlösung. Darüber hinaus besaßen Teams mit einem hohen Frauenanteil eine größere kollektive Intelligenz als Teams mit weniger weiblichen Mitgliedern. Dies lasse sich auf die durchschnittlich höhere soziale Sensibilität von Frauen zurückführen, so die Forscher.

Anhand der Ergebnisse der Studie könnte zukünftig aufgrund der Gruppenzusammenstellung vorhergesagt werden, wie flexibel und effektiv die Gruppe auf auftretende Probleme reagieren wird. Die kollektive Intelligenz eines Teams könne zudem gesteigert werden, indem man entweder Mitglieder austauscht oder ihnen bessere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit biete, erläutern die Wissenschaftler. 

Anita Williams Woolley (Carnegie Mellon University, Pittsburgh) et al.: Science, Onlinevorabveröffentlichung, doi: 10.1126/science.1193147.
dapd/wissenschaft.de – Gwydion Brennan

http://wissenschaft.de/wissenschaft/news/312067.html  

Prof. Dr. Peter Kruse: Übersummative Intelligenz wie systemische Rahmenbedingungen für Kreativität Youtube 7minuten hier